24.04.2014 | 20:16 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

Range

Ist eine bestimmte Bandbreite mit einer festgelegten Kursober- und Kursuntergrenze. Spielt eine Rolle bei Range Warrants.

Range Warrants

Grundsätzlich bekommt der Inhaber eines Range Warrants für jeden Tag, an dem der Basiswert innerhalb einer vorab fixierten Kurs-Bandbreite / Range liegt, einen bestimmten Betrag auf dem Papier gutgeschrieben. Ein Verlassen der Range ist i.d.R. kein Knock-Out-Kriterium (siehe Knock-Out-Optionsscheine. Range Warrants liegen in etlichen Varianten vor: Einseitige Bandbreiten-Optionsscheine, zweiseitige Bandbreiten-Optionsscheine, Flex-Range-Warrants. Die Emittenten haben sich abenteuerliche Namen einfallen lassen: Hamster, E.A.R.N., Korridor, Range-day-Count, Quattro, Twin oder Boost.

Range-Optionsscheine

siehe: Range Warrants

Ratchet-Optionsscheine

siehe: Cliquet-Optionsscheine

Rating

Als Rating bezeichnet man die Beurteilung von Staaten, Länder oder Unternehmen, die Wertpapiere ausgeben. Ratings beurteilen die Bonität der entsprechenden Unternehmen, Staaten oder Länder. Sie werden von neutralen Ratingagenturen teilweise auf Wunsch des Emittenten durchgeführt. Die bekanntesten Ratingagenturen sind Standard & Poors (New York) und Moodys (New York). Wobei "AAA" die höchste Bonität darstellt und "C" die geringste darstellt.

Ratio

siehe Kennzahlen sowie die Begriffe Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio

RDX

(=Russian Depositary Receipts Index) Ist ein von der Wiener Börse entwickelter und real-time berechneter Preisindex, der aus russischen Depositary Receipts besteht, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Startwert des RDX ist 1.000 per 8. Oktober 1997.

Rechenschaftsbericht

Deutsche Fondsgesellschaften sind verpflichtet, einmal jährlich einen Rechenschafts- und halbjährlich einen Zwischenbericht zur Information ihrer Anleger herauszugeben. Der Rechenschaftsbericht umfasst zumindest die detaillierte Vermögensaufstellung, Aufwands- und Ertragsrechnung, die Höhe der eventuellen Ausschüttung sowie Informationen zur Geschäfts- und Fondsentwicklung.

Record-Tag

Der Record-Tag (record day) bezieht sich auf das Recht, Stimmrechte auf einer Hauptversammlung auszuüben. Bisher verlangten die Satzungen der börsennotierten Unternehmen eine Hinterlegung der Aktien. Das ist jetzt nicht mehr notwendig, stattdessen wird auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung abgestellt. Wer an diesem Tag im Besitz der Aktien war und dies dem Unternehmen spätestens am 7. Tag vor der Hauptversammlung mitteilt, kann auch das Stimmrecht ausüben. Dies ist unabhängig davon, ob die Aktien nach dem Record-Tag verkauft werden. Mit dieser Regelung soll vor allem ausländischen Investoren die Stimmrechtsausübung erleichtert werden.

Referenzpreis

Beschreibt den zur Berechnung des Auszahlungsbetrags heranzuziehenden Preis  /  Kurs  /   Stand des Basiswerts an dem Bewertungstag oder den Bewertungstagen.

Regionenfonds

Werden auch als Hemisphärenfonds bezeichnet. Sie legen nur in bestimmte Regionen an, wie zum Beispiel Nordamerika, Europa, Pazifikraum.

Rendite

Die Rendite ist der Gesamtertrag eines Wertpapieres in bezug zum investierten Kapital. Sie setzt sich zusammen aus Wertzuwachs, laufender Dividendenzahlung und Kosten für Kauf, Verkauf und Verwaltung. Sie wird in Prozent angegeben. Die Dividendenrendite von Aktien drückt das Verhältnis von ausgeschütteter Rendite zum jeweiligen Börsenkurs aus. Man errechnet sie, indem man die Dividende mit 100 multipliziert und das Ergebnis durch den aktuellen Börsenkurs dividiert: Dividendenrendite = Dividende x 100 : Kurs der Aktie. Hohe Dividendenrenditen können ein Kaufargument für einige Anleger sein. Andere dagegen schenken der Kursentwicklung eine stärkere Beachtung.

Rentenfonds

Investmentfonds, der überwiegend oder ausschließlich in verzinsliche Wertpapiere anlegt. Zu den Rentenfonds zählen neben den Standard-Rentenfonds spezielle Rentenfonds, wie Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds, Kurzläufer-Fonds, Rentenindexfonds und High Yield-Fonds, die sich auf bestimmte Segmente des Rentenmarktes spezialisieren.

Rentenindexfonds

Spezieller Rentenfonds, der einen bestimmten Rentenindex nachbildet.

Rho

Rho ist eine dynamische Kennzahl (Griechen), die anzeigt, um wie viel sich der Kurs des Optionsscheins ändert, wenn sich die Zinssätze am Markt ändern. Oder genauer: Wie stark steigt der OS-Kurs, wenn der risikolose Zinssatz um 100 Basispunkte steigt? Grundsätzlich kann man sagen, dass höhere Zinsen einen Call teurer machen, wogegen niedrige ihn verbilligen. Beim Put ist es genau umgekehrt: Höhere Zinsen drücken auf den Kurs des Puts, niedrige geben ihm Auftrieb.

Risikoloser Zinssatz

Der risikolose Zinssatz ist jene Rendite, die ohne Risiko erzielt werden kann. Als risikoloser Zinssatz wird in der Praxis die aktuelle Rendite für kurzfristige Geldanlagen verwendet.

Risikostreuung

auch: Diversifikation. Streuung/Aufteilung einer Kapitalanlage über eine Reihe von Ländern, Branchen oder Firmen unterschiedlicher Größe. Durch Diversifikation kann das Risiko einer Anlage erheblich reduziert werden.

Rücknahmegebühr

Einige Fondsgesellschaften verlangen nicht nur beim Verkauf sondern auch bei Rücknahme von Fondsanteilen eine Gebühr. Wenn Rücknahmegebühren genommen werden, sind die Ausgabeaufschläge zumeist vergleichsweise niedriger.

Rücknahmepreis

Preis, der dem Anteilswert entspricht und zu dem Anleger ihre Fondsanteile zurückgeben können.

Rücknahmeverpflichtung

Deutsche Publikumfonds sind gesetzlich verpflichtet, Anteile grundsätzlich jederzeit zurückzunehmen. Der Anteilswert ändert sich durch Rücknahme von Investmentanteilen nicht.

Russian Depositary Receipts Index

(Abkürzung: RDX). Ist ein von der Wiener Börse entwickelter und real-time berechneter Preisindex, der aus russischen Depositary Receipts besteht, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Startwert des RDX ist 1.000 per 8. Oktober 1997.