25.04.2014 | 05:04 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

Maklergebühr

Die Maklergebühr, auch Courtage genannt, ist die Gebühr, die der Makler einem Kunden für die Vermittlung von Börsengeschäften in Rechnung stellt. Sie wird in Prozent vom entsprechenden Kurswert festgelegt.

Managementgebühr

auch: Verwaltungsgebühr, Verwaltungsvergütung. Jährliche Gebühr, die direkt dem Fondsvermögen entnommen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft für Management und Verwaltung (teilweise auch Vertrieb) deckt; reicht ab etwa 0,4 bei Geldmarkt- und Indexfonds bis zu über 2 Prozent bei speziellen Aktienfonds.

Mantel

Eine Aktie besteht physisch aus Mantel und Bogen. Der Aktienmantel bezeichnet eine Urkunde, auf der das Recht auf einen bestimmten Anteil an einem Unternehmen verzeichnet ist. Der Bogen besteht aus Coupons, einzelne Dividendenscheine, die der Anleger einreichen muss, um die Dividende ausgezahlt zu bekommen. Wenn die Coupons aufgebraucht sind, kann der Anleger mit Hilfe des beigefügten Erneuerungsscheines (Talon) neue Coupons anfordern. Der Mantel von festverzinslichen Wertpapieren bezeichnet die Forderung des Gläubigers.

Market Maker

auch: Designated Sponsors
Market Maker garantieren während einer Börsensitzung die fortwährende Handelbarkeit von Wertpapieren, gleichen temporäre Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage aus und sorgen damit für bessere Liquidität. Sie müssen während der gesamten Handelszeit erreichbar sein, ihre Quotes müssen ein Mindestvolumen haben und dürfen eine maximale Geld-Brief-Spanne nicht überschreiten. Market Maker werden von den jeweiligen Unternehmen beauftragt und vornehmlich bei umsatzschwachen Wertpapieren eingesetzt. An der Frankfurter Wertpapierbörse heißen die Market Maker Designates Sponsors.

Market-Order

auch: unlimitierter Auftrag. Eine Market Order ist ein Auftrag, eine Aktie zum besten aktuellen Marktkurs zu kaufen oder zu verkaufen.

Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens errechnet sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs.

Meistausführungsprinzip

Das Meistausführungsprinzip wird verwendet, um den Einheitskurs, den Eröffnungskurs und den Schlusskurs im Kassamarkt zu bestimmen. Ebenfalls wird dieses Prinzip bei Auktionen angewendet. Die Kauf- und Verkauforders werden in einem Orderbuch einander gegenüber gestellt. Anhand der Orderlage ermittelt anschließend der Skontroführer oder das elektronische Handelssystem (bspw. Xetra) den Kurs, zu dem der größte Umsatz erzielt werden kann.

Mid-Cap-Fonds

Fonds, die ihre Mittel vor allem in mittelgroße, börsennotierte Unternehmen investieren.

Mindestanlagesumme

Mindestanlage bei einer Einmalanlage in einen Fonds; die Höhe ist von Fonds zu Fonds verschieden. Bei einigen Fonds kann man später in beliebigen Schritten mit Einmal- bzw. Folgeeinzahlungen aufstocken, bei anderen muss der Anleger immer die Mindestsumme einzahlen. Auch bei Fonds-Sparplänen ist zumeist eine regelmäßige Mindestanlagesumme erforderlich.

Mindestbetrag

Festgelegter am Fälligkeitstag mindestens zahlbarer Auszahlungsbetrag, der auch unter dem bei Emission eingesetzten Kapitalbetrag liegen kann und dann keine Rückzahlung des für den Erwerb des Kapitalschutz-Zertifikates eingesetzten Kapitals gewährleistet.

Mini Premium Optionsscheine

Gehört zu den exotischen Optionsscheinen. Hier wird eine Kick-Out-Schwelle für den Basiswert definiert. Wenn der Kurs des Basiswertes diese Schwelle erreicht oder überschreitet, verfällt der Optionsschein sofort. Der Inhaber erhält dann einen vorher festgesetzten Betrag.

Mischfonds

siehe: Gemischte Fonds

Momentum

Die Kennzahl des Momentums wird aus der historischen Entwicklung von Wertpapierkursen ermittelt. Es kann für verschiedene Zeiträume, beispielsweise 20, 30, 50 oder 250 Tage errechnet werden. Zumeist wird diese Kennzahl als grafische Entwicklung, ähnlich einem Kursverlaufschart, angezeigt. Dieser ermöglicht die eine technische Trendfolgeanalyse und gibt entsprechenden Analysten näheren Aufschluß über die bisherige und erhoffte zukünftige Kursentwicklung.

Moneyness

Die Moneyness drückt das Verhältnis von aktuellem Kurs des Basiswerts zum Basispreis aus und quantifiziert somit die Werthaltigkeit eines Optionsscheins. Ebenso wie die Parität und der innere Wert mißt auch die Moneyness, wie weit ein Optionsschein im Geld, am Geld bzw. aus dem Geld ist.

Die Moneyness eines Optionsscheins ist größer als 1, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über (Call) bzw. unter (Put) dem Basispreis liegt. Der Optionsschein befindet sich somit im Geld.

Am Geld ist ein Optionsschein, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts gleich dem Basispreis ist. In diesem Fall ist die Moneyness gleich 1.

Der Optionsschein hat eine Moneyness kleiner als 1, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts unter (Call) bzw. über (Put) dem Basispreis liegt. Der Optionsschein ist dann aus dem Geld.

Mutual funds

So werden offene Investment-Fonds in den USA bezeichnet.