23.04.2014 | 09:31 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

Ladder-Optionsschein

"Der Ladder-Optionsschein gehört zu den exotischen Optionsscheinen. Bei Emission wird ein Basispreis festgelegt, doch dieser ändert sich im Laufe der Zeit. Und zwar nach folgendem Verfahren. Es gibt neben dem Basispreis fest definierte Kurse oder ""Sprossen"", ähnlich einer Leiter (engl. Ladder - Leiter). Wenn der Kurs des zugrundeliegenden Wertes nun eine dieser Sprossen erreicht, dann wird der Basispreis auf dieser neuen Höhe festgelegt. Man hat also fortan einen Optionsschein mit neuem Basiswert. Gleichzeitig wird dem Inhaber die Differenz zwischen dem bisherigen Basispreis und dem ""Sprossenwert"" gutgeschrieben. Diese Summe kann sofort oder auch erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden. Auf jeden Fall ist ihm dieser einmal erzielte Betrag sicher. Der Ladder-Optionsschein ist so ähnlich konstruiert wie der Cliquet-Optionsschein."

Lambda

siehe: Kappa

Länderfonds

Aktienfonds, die ausschließlich in einem bestimmten Land investieren.

Laufzeit (Anleihe)

Die Laufzeit einer Anleihe beschreibt den Zeitraum zwischen der Emission und dem letzten Handelstag, dem Tag, an dem die Tilgung erfolgt.

Laufzeit (Option)

Die Laufzeit bei einer Option ist die Zeit bis zum Verfallstag der Option, also der Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Tag, an dem die Option zuletzt ausgeübt werden kann.

Laufzeitfonds

Fonds, mit von vornherein begrenzter Laufzeit. Einige Laufzeitfonds werden nach einer bestimmten, vor Auflage bekannt gegebenen Zeichnungsfrist auch geschlossen; danach wird die Ausgabe von Fondsanteilen eingestellt. Die Anteile können in der Regel börsentäglich verkauft werden, allerdings oft nur mit Renditenachteilen. Am Ablauftag bzw. Ende der Laufzeit wird der gesamte Fonds aufgelöst und das angelegte Kapital einschließlich der Erträge (Fondsvermögen) an die Anteilinhaber ausgezahlt.

Leerverkauf

Als Leerverkäufe gelten Verkäufe von Wertpapieren, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Leerverkäufe werden zumeist durchgeführt mit der Absicht, sie später billiger erwerben zu können und an der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis zu verdienen (Differenzgeschäft). Aus einem Leerverkauf entsteht eine sogenannte Short-Position.

Leichte Aktie

Aktie, deren aktueller Kurs stark unter dem langfristigen Niveau notiert, und unter Anlegern daher als günstig bewertet gilt.

Letzter Börsenhandelstag

Datum, an dem ein Finanzinstrument zum letzten Mal an der Börse gehandelt werden kann.

Leverage Indicator

siehe: Hebel

Leverage-Faktor

(auch: Gearing, Hebel, Leverage Indicator). Der Hebel wird zur Bewertung von Optionen und Optionsscheinen herangezogen. Er zeigt an, das Wie vielfache der Anleger mit einem Optionsschein/einer Option verdienen kann verglichen mit der Anlage in dem jeweiligen Basisinstrument. So besagt ein Hebel von zwei, dass der Anleger mit dem Optionsschein doppelt so viel verdienen kann wie mit der zugrunde liegenden Aktie. Je größer der Hebel, desto größer ist auch der damit verbundene Effekt und damit auch das Risiko: desto gewagter ist also dann in der Regel die Spekulation.

Liabilities

Englische Bezeichnung für Verbindlichkeiten (Passiva). Das Gegenteil dazu: Assets

Limit

Das Limit begrenzt den Preis nach oben oder unten in einem Börsenauftrag. Diese Aufträge heißen limit-orders. Bei einem Kauf gibt das Limit den höchsten Kaufkurs an, bei einem Verkauf den Mindestkurs. Steigen die Kurse (bei einem Kauf) darüber bzw. fallen sie (bei einem Verkauf) unter das Limit, wird der Auftrag nicht ausgeführt. Gegenteil: market-orders.

Limit Order

Eine Order mit festgelegtem Preis und/oder festgelegter Zeit für die Ausführung wird Limit Order genannt.

Liquidität

siehe: Barreserve

Lockup-Periode

Auch: Sperrfrist, Bindungsfrist

 

Die Lockup-Periode bezeichnet einen Zeitraum, in dem die Altaktionäre nach einer Emission ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Der Zeitraum wird in Europa unterschiedlich geregelt. In Deutschland ist eine Lockup-Periode von sechs bis 18 Monaten üblich und richtet sich nach dem jeweiligen Marktsegment. Der Zweck dahinter ist, dass Neuaktionäre nach dem Börsengang vor Kurseinbrüchen durch den Verkauf von Aktienpaketen der Altaktionäre geschützt werden.

Long Call

Kauf einer Kaufoption, in Erwartung steigender Kurse des Basiswertes. Gegengeschäft: Short Call

Long Position

Um einen Call oder Put kaufen zu können, muss jemand da sein, der diese verkauft. Wer eine Option kauft, hat eine Long-Position. Man sagt auch: Er ist die Option long. Vgl. Short-Position.

Long Put

Kauf einer Verkaufsoption, in Erwartung fallender Kurse des Basiswertes. Ein Long-Put gibt dem Käufer einer Verkaufsoption (Put) das Wahlrecht, den Basiswert zu einem vorher bestimmten Termin zu einem festen Preis zu verkaufen oder den Put auch verfallen zu lassen. Gegengeschäft: Short Put

Lookback-Optionsscheine

Gehört zu den exotischen Optionsscheinen. Die Besonderheit besteht darin, dass der Basispreis erst am Ende der Laufzeit oder zumindest erst nach einem bestimmten Teil der Laufzeit feststeht und vom Kursverlauf des Basiswertes abhängig ist. Beim Call wird der niedrigste Kurs des Basiswertes zum Basispreis, beim Put der höchste Kurs. Der innere Wert errechnet sich also aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts (am Laufzeitende) und dem niedrigsten (beim Call) bzw. höchsten (beim Put) Kurs, den der Basiswert während der Laufzeit erreicht hat.