24.04.2014 | 20:40 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

KAG

KAG siehe KVG

KAGG

Dieses Gesetz regelt und überwacht die Investmentbranche in Deutschland. Es verpflichtet zum Beispiel alle deutschen Investmentgesellschaften zur Einhaltung bestimmter Anlagegrundsätze und Bestimmungen. So müssen die Fondsvermögen getrennt von den anderen Vermögen der Gesellschaft bei einer unabhängigen Depotbank verwahrt werden.

Kapital(schutz)betrag

Festgelegter am Fälligkeitstag mindestens zahlbarer Auszahlungsbetrag, der dem für den Erwerb des Kapitalschutz-Zertifikates bei dessen Emission eingesetzten Kapitalbetrag (ohne Berücksichtigung von Ausgabeaufschlägen und anderen Gebühren) entspricht (alternativ kann auch die Bezeichnung "Mindestbetrag" verwendet werden).

Kapitalertragssteuer

Form der Einkommenssteuer auf Erträge aus Aktien, GmbH-Anteilen usw. Bei der Auszahlung von Dividenden wird sie in einer Höhe von (zur Zeit) 25% auf den Ertrag sogleich von der Gutschrift abgezogen, wobei dieser Betrag auf die zu zahlende Einkommenssteuer des Anlegers verrechnet wird. In bestimmten Fällen kann sich der Anleger vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung besorgen, die er bei seinem Kreditinstitut einreichen muss, wenn er den Steuerabzug verhindern will.

Kapitalmarkt

Im Gegensatz zum Geldmarkt (kurzfristig) der Markt für langfristiges Kapital.

Kapitalschutz-Zertifikat

siehe Garantie-Zertifikat

Kappa

Diese Kennziffer gibt an, wie sich die Änderung der Schwankungsintensität (Volatilität) des dem Optionsschein zugrundeliegenden Basisobjekts auf die Optionsscheinprämie auswirkt. Konkret heißt das: Die Kennziffer zeigt, um wie viel sich der Preis des Optionsscheins ändert, wenn sich die Volatilität des Basiswerts um 1 Prozent ändert. Ein Beispiel: Steigt die Volatilität der X-Aktie um einen Prozentpunkt, so würde bei einem Vega von 0,3 der Optionsscheinkurs um 0,3 Euro steigen. Die Kennziffer wird bei short-Positionen (Verkauf von Kauf- und Verkaufsoptionen) als negativer Wert, bei long-Positionen (Kauf von Kauf- oder Verkaufsoptionen) als positiver Wert angegeben. Kappa ist auch unter den Namen Vega, Lamda oder Sigma bekannt.

Karabiner-Optionsschein

Der Karabiner-Optionsschein gehört zu den exotischen Optionsscheinen. (siehe auch: Ladder-Optionsschein). Bei Emission wird ein Basispreis festgelegt, doch dieser ändert sich im Laufe der Zeit. Und zwar nach folgendem Verfahren. Es gibt neben dem Basispreis fest definierte Kurse oder "Sprossen", ähnlich einer Leiter. Wenn der Kurs des zugrundeliegenden Wertes nun eine dieser Sprossen erreicht, dann wird der Basispreis auf dieser neuen Höhe festgelegt. Man hat also fortan einen Optionsschein mit neuem Basiswert. Gleichzeitig wird dem Inhaber die Differenz zwischen dem bisherigen Basispreis und dem "Sprossenwert" gutgeschrieben. Diese Summe kann sofort oder auch erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden. Auf jeden Fall ist ihm dieser einmal erzielte Betrag sicher.

Kassakurs

Der Kassakurs, oder auch Einheitskurs, bezeichnet einen Kurs, der nur einmal börsentäglich für Wertpapiere festgesetzt wird. Es handelt sich um Wertpapiere, die aufgrund ihres geringen Handelsvolumens nicht zum variablen Handel zugelassen sind. Aber auch, wenn vorliegende Orders keinen geeigneten Geschäftspartner finden, wird ein Kassakurs festgesetzt. An der Präsenzbörse Frankfurt erfolgt die Kursfeststellung etwa zur Mitte der Börsensitzung.

Kassenhaltung

(auch: Barreserve, Liquidität). Damit eine Fondsgesellschaft flexibel auf Anlagechancen reagieren kann, kann ein Teil des Fondsvermögens, neben den in Wertpapieren angelegten Fondsvermögen, aus liquiden Mitteln bestehen. Außerdem muss die Gesellschaft Liquidität halten, um Anleger bei Rückgabe von Anteilen auszahlen zu können. Die Höhe der liquiden Mittel ist zumeist durch die jeweiligen Anlagerichtlinien eines Fonds begrenzt. Die Liqiuidität darf in der Regel 49 Prozent nicht überschreiten.

Kauf Optionsschein

Der Käufer eines Kauf-(Call) Optionsscheins erwirbt das Recht, einen exakt definierten Gegenstand an einem festgelegten Termin bzw. innerhalb einer vereinbarten Frist zu einem im voraus fixierten Preis (Ausübungspreis) zu kaufen. Bei dem exakt definierten Gegenstand kann es sich um Aktien, Aktienindizes, Anleihen, Devisen Rohstoffe u.a. handeln. Gegensatz: Put Warrant.

Kaufoption

Der Käufer der Kauf-Option (engl.: Call) erwirbt das Recht, nicht aber die Verpflichtung, zu einem künftigen Zeitpunkt eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem vorher vereinbarten Preis zu erwerben. Dieses Recht kann er bei amerikanischen Optionen jederzeit innerhalb der Laufzeit und bei europäischen Optionen am Fälligkeitstag ausüben. Der Verkäufer der Kauf-Options hat die Verpflichtung, die Papiere zu diesem Preis zu verkaufen. Er muss also liefern, wenn der Käufer des Calls dies fordert. Der Verkäufer wird auch Stillhalter genannt. Spekulanten kaufen Calls, wenn sie von steigenden Kursen ausgehen. Bei der von ihnen erwarteten Kurssteigerung der betreffenden Aktien könnte er sich über den Call mit Aktien zu dem vorher vereinbarten, niedrigeren Preis eindecken - und diese sofort am Markt zu dem höheren Kurs verkaufen. Wenn die Erwartung nicht eintritt, kann der Call-Käufer schlimmstensfalls einen 100-prozentigen Verlust machen: Der gesamte Einsatz wäre somit verloren. Gegensatz: Put.

Kautionsdepot

Bezeichnung für ein Sonderdepot einer Depotbank, auf dem diese ein Sondervermögen verwaltet.

KCV (Kurs-Cash-Flow-Verhältnis)

Das KCV errechnet sich aus dem aktuellen Kurs dividiert durch den geschätzten Cash-Flow pro Aktie. Das KCV dient zur Bewertung der Entwicklung der zukünftigen Ertragskraft eines Unternehmens und zum Vergleich verschiedener Unternehmen.

Kennzahlen

Kennzahlen dienen zur Beurteilung von Basiswerten und führen über die Betrachtung der reinen historischen Wertentwicklung hinaus.

Kerzenchart Analyse

Die Kerzencharttechnik (engl.: Candlestick) ist eine bestimmte Darstellungsform von Kursveränderungen bei der technischen Chartanalyse. Die Kerzenchartanalyse entstammt der japanischen Analysetechnik und hilft, Stimmungen an den Märkten zu erkennen und entsprechende Voraussagen über zukünftige Kursrichtungen zu treffen. Der Körper der Kerze zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs; sind die Kurse gestiegen, wird der Körper weiß, andernfalls schwarz dargestellt. Die Dochte an der Kerze (oben und unten) zeigen die Höchst- und die Tiefstkurse an.

KGV

Eine wichtige Kennziffer und Maßstab für die Bewertung von aktuellen Aktienkursen in Abhängigkeit vom künftigen, erwarteten Unternehmensgewinn. Das KGV wird folgendermaßen errechnet: Der erwartete und bereinigte Gewinn eines Unternehmens wird durch die Anzahl der ausgegebene Aktien geteilt. Damit erhält man den Gewinn je Aktie. Anschließend wird der aktuelle Kurs durch dieses Ergebnis geteilt. Liegt das so ermittelte KGV im Vergleich zum Branchenindex oder zu Vergangenheitszahlen des Unternehmens niedrig, ist die Aktie vergleichsweise unterbewertet, liegt das KGV dagegen höher, ist die Aktie vergleichsweise überbewertet. Insgesamt ist bei dieser Kennzahl zu beachten, dass für die verschiedenen Branchen unterschiedlich hohe KGVs als normal gelten und dass das KGV auf zukünftigen Gewinnprognosen beruht.

Kick-Out-Schwelle

Wenn der Basiswert eine bestimmte Schwelle oder Barriere über- bzw. unterschreitet, dann verfällt der Optionsschein und ist wertlos. Diese Schwelle wird als Knock-Out-Schwelle oder Kick-Out-Schwelle bezeichnet. (Siehe auch: Knock-Out-Optionsschein).

Klassischer Optionsschein

Der klassische Optionsschein wird in der Regel zusammen mit einer Optionsanleihe emittiert im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung. Später wird der Optionsschein von der Anleihe getrennt und eigenständig gehandelt. Der klassische Optionsschein verbrieft grundsätzlich das Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem im voraus fixierten Preis zu kaufen. Den klassischen Optionsschein gibt es nur als Call Warrant. (Siehe auch: Put warrant, Optionsschein, Naked warrant, Covered warrant).

Knapp behauptet

Umschreibung des (gegenwärtigen) Handels an den Wertpapierbörsen. Knapp behauptet meint einen leicht nachgebenden Markt im Vergleich mit dem Vortag.

Knock-In Option(sschein)

Der Knock-In-Optionsschein zählt zu den Barrier Warrants, ist also neben dem Basispreis mit einer Barriere ausgestattet. Der Knock-In-Optionsschein wird erst wirksam, wenn der Kurs des Basiswertes diese Barriere erreicht. Der "schlafende" Optionsschein wird also erst aktiviert, wenn diese Schwelle unter- oder überschritten wird. Anschließend verhält er sich wie ein normaler Optionsschein. Den Knock-In-Warrant gibt es in den Varianten: Down-and-in-Call, Up-and-in-Put, Up-and-in-Call sowie Down-and-in-Put.

Knock-In-Barriere

Der Basiswert muss eine bestimmte Schwelle oder Barriere über- bzw. unterschreiten, damit der Optionsschein überhaupt aktiviert wird. Diese Barriere wird als Knock-In-Barriere bezeichnet. Siehe auch: Knock-In-Optionsschein.

Knock-Out Option(sschein)

Der Knock-Out-Optionsschein zählt zu den Barrier Warrants und ist daher neben dem Basispreis mit einer Barriere ausgestattet. Dieser Optionsschein verfällt schon vor Fälligkeit, wenn der Kurs des Basiswertes ein bestimmtes Niveau erreicht, eine Schwelle also unter- oder überschritten wird. Ansonsten funktioniert alles, wie beim normalen Optionsschein. Der Inhaber ist berechtigt, ein bestimmtes Gut zu einem vorher bestimmten Termin zu einem vorher vereinbarten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Knock-Out-Optionen sind auch bekannt unter dem Namen Out-Option. Mögliche Kombinationen sind: Down-and-out-Call, up-and-out-Put, down-and-out-Put sowie up-and-out-Call.

Knock-Out-(Stop-Loss)-Barriere

Die [Knock-Out]-[Stop-Loss]-Barriere entspricht bzw. liegt über (bei Bull / Call-Produkten) bzw. unter (bei Bear / Put-Produkten) dem Basispreis eines Knock-Out Produktes. Sobald der Kurs des Basiswertes die jeweilige Barriere erreicht bzw. über oder unterschreitet, wird das Knock-Out Produkt endfällig.

Bei Knock-Out Produkten ohne Laufzeitbegrenzung wird die Barriere in regelmäßigen Abständen angepasst.


Dabei unterscheidet man Knock-Out Produkte, bei denen (i) die Knock-Out Barriere und der Basispreis identisch sind und die deshalb beim Eintritt des Knock-Out Ereignisses wertlos verfallen, oder (ii) die Knock-Out Barriere über (Bull / Call-Produkte) oder unter (Bear / Put-Produkte) dem jeweiligen Basispreis liegt und die beim Eintritt des Knock-Out Ereignisses mit einem Restwert abgerechnet werden.


Bei Knock-Out Produkten mit Restwert wird die Schwelle, die den Eintritt des Knock-Out Ereignisses auslöst, als Barriere, Stop-Loss-Barriere oder Knock-Out Barriere bezeichnet. Bei Knock-Out Produkten, die bei Eintritt des Knock-Out Ereignisses wertlos verfallen, wird die Schwelle die den Eintritt des Knock-Out Ereignisses auslöst, als Barriere oder Knock-Out Barriere bezeichnet.

Knock-Out-Schwelle

Wenn der Basiswert eine bestimmte Schwelle oder Barriere über- bzw. unterschreitet, dann verfällt der Optionsschein und ist wertlos. Diese Schwelle wird als Knock-Out-Schwelle oder Kick-Out-Schwelle bezeichnet. (Siehe auch: Knock-Out-Optionsschein).

Kommanditgesellschaft auf Aktien

Besondere Form der Kommanditgesellschaft. Neben dem Komplementär (dem persönlich haftenden Gesellschafter), sind die Kommanditisten mit Aktienanteilen an der Gesellschaft beteiligt. Wie bei der "normalen" Kommanditgesellschaft haben die Kommanditisten in der Regel keinen Einfluss auf die Geschäftsführung (Stillhalter), haften aber auch nur mit der geleisteten Einlage.

Kommanditist

Teilhaber einer Kommanditgesellschaft. In der Regel ohne Einfluss auf die Geschäftsführung und nur mit der geleisteten Einlage haftungspflichtig. (Siehe auch: Komplementär). Anteilig am Gewinn beteiligt.

Kommunalanleihen

Festverzinsliche Wertpapiere, die der Finanzierung von Kommunen (Städten, Gemeinden etc.) dienen.

Kommunalobligationen

Schuldverschreibungen öffentlicher Körperschaften wie Kommunen, Gemeinden und Städten. Kommunalobligationen werden von Kreditinstituten (Emittenten) am (Geld-)Markt platziert.

Kontinuierlicher Handel

auch: variabler Handel, fortlaufender Handel
Der kontinuierliche Handel bezeichnet eine Handelsform, bei der während der Börsenzeit jederzeit ein Wertpapierkurs festgestellt wird. Eine in Auftrag gegebene Order wird jeweils zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgeführt. Nicht alle Wertpapiere werden für den kontinuierlichen Handel zugelassen. Die Börse lässt nur umsatzstarke Wertpapiere teilnehmen. Für Wertpapiere, die in einen der Auswahlindizes der Deutschen Börse aufgenommen werden wollen, ist der kontinuierliche Handel Voraussetzung. Bei unzureichender Liquidität kann es erforderlich sein, einen oder mehrere Designated Sponsors zu verpflichten, die dann für zusätzliche Liquidität sorgen.

Kontrakt

Standardisierte, kleinste handelbare Einheit im Optionenhandel.

Korb Optionsscheine

Ein Korb-Optionsschein (engl.: basket warrant) bezieht sich nicht auf einen einzigen Wert, sondern auf einen Korb verschiedener Wertpapiere. Bei Ausübung wird also zum Beispiel nicht eine bestimmte Aktie geliefert, sondern ein Aktienkorb, der sich aus Titeln verschiedener Unternehmen zusammensetzt. Dieser Korb kann zum Beispiel ein Branchen- oder Länderkorb sein. Basket Warrants haben den Vorteil, dass der Anleger nicht von der Entwicklung einer einzelnen Aktie abhängig ist. Er kann statt dessen auf die Entwicklung eines Landes oder einer Branche setzen.

Korrelation

Wechselseitige Beziehung bzw. Abhängigkeit zweier Größen untereinander. Der Korrelationsgrad gibt die Wahrscheinlichkeit gleichlaufender Kurs- und Marktentwicklungen wider. Sie beschreibt also die gemeinsame Entwicklung zweier Werte. Liegt keine gemeinsame Entwicklung vor, ergibt sich daraus eine Korrelation von 0. Veränert sich der eine Wert gleichartig mit dem anderen, so steigt die Korrelation auf 1. In einem Portfolio wird eine hohe Risikoreduzierung dadurch erreicht, dass verschiedene Wertpapiere hereingenommen werden, die möglichst wenig miteinander korrelieren, das heißt eher gegenläufig als gleichläufig tendieren.

Korridor

Generell die Bandbreite in der ein Basiswert in der Vergangenheit lag. Bei Korridor Optionsscheinen ist die Bandbreite von entscheidender Bedeutung für die Wertentwicklung des Wertpapiers.

Korridor-Optionsscheine

Grundsätzlich bekommt der Inhaber eines Korridor Optionsscheines (engl.: Range Warrants) für jeden Tag, an dem der Basiswert innerhalb einer vorab fixierten Kurs-Bandbreite / Range liegt, einen bestimmten Betrag auf dem Papier gutgeschrieben. Ein Verlassen der Range ist i.d.R. kein Knock-Out-Kriterium (siehe auch: Knock-Out-Optionsscheine). Range Warrants liegen in etlichen Varianten vor: Einseitige Bandbreiten-Optionsscheine, zweiseitige Bandbreiten-Optionsscheine, Flex-Range-Warrants. Die Emittenten haben sich abenteuerliche Namen einfallen lassen: Hamster, E.A.R.N., Korridor, Range-day-Count, Quattro, Twin oder Boost.

Kosten

Die Kosten beim Investmentsparen untergliedern sich in diejenigen Kosten, die dem Anleger direkt belastet werden, wie beispielsweise der Ausgabeaufschlag und eventuell anfallende Depotgebühren sowie in Kosten, die dem Fonds belastet werden und damit letztlich zu Lasten der Fondsperformance gehen. Dazu gehören beispielsweise die Verwaltungsvergütung oder die Depotbankgebühr.

Kupon

Einem festverzinslichen Wertpapier beigefügter Zinsschein. Der Kupon entspricht bei einem Kurs von 100% und ohne Berücksichtigung fremder Kosten der Rendite.

Kurs

Der Kurs ist der vom Makler festgestellte Preis eines Wertpapiers. Er wird durch Angebot und Nachfrage gebildet. Bei Rentenpapieren gibt der Kurs den Prozentsatz vom Nominalwert wieder.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Eine wichtige Kennziffer und Maßstab für die Bewertung von aktuellen Aktienkursen in Abhängigkeit vom künftigen, erwarteten Unternehmensgewinn. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wird folgendermaßen errechnet: Der erwartete und bereinigte Gewinn eines Unternehmens wird durch die Anzahl der ausgegebene Aktien geteilt. Damit erhält man den Gewinn je Aktie. Anschließend wird der aktuelle Kurs durch dieses Ergebnis geteilt. Liegt das so ermittelte KGV im Vergleich zum Branchenindex oder zu Vergangenheitszahlen des Unternehmens niedrig, ist die Aktie vergleichsweise unterbewertet, liegt das KGV dagegen höher, ist die Aktie vergleichsweise überbewertet. Insgesamt ist bei dieser Kennzahl zu beachten, dass für die verschiedenen Branchen unterschiedlich hohe KGVs als normal gelten und dass das KGV auf zukünftigen Gewinnprognosen beruht.

Kursbildung

Der Kurs bildet sich nach dem Prinzip des größtmöglichen Umsatzes. Dabei vergleicht der Kursmakler alle Kauf- und alle Verkaufsorder und stellt einen neuen Kurs fest, wenn ein Umsatz möglich ist.

Kursmakler

Professioneller Vermittler von Börsengeschäften. Seit 1998, mit Einführung des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes, wird nicht mehr nach amtlichem Makler (Kursmakler) und freiem Makler unterschieden. Vor 1998 wurden die amtlichen Makler von der jweiligen Behörde eines Landes, die für die Börsenaufsicht zuständig war, bestimmt. Sie durften Wertpapiere aus den ihnen zugewiesenen Segmenten vermitteln und somit den Kurs der jeweiligen Wertpapiere ermitteln. Dagegen durften die freien Makler keine Kurse stellen, allerdings mit allen Wertpapieren des amtlichen Marktes handeln, meistens mit Schwerpunkt auf den geregelten Markt und den Freiverkehr. Seit 1998 gibt es nur noch Börsenhändler, die mit Effekten handeln und Skontroführer, die die Kurse stellen. Die Skontroführer können Wertpapiere des amtlichen, des geregelten Marktes und des Freiverkehrs betreuen. Der Begriff Börsenmakler bleibt wegen seiner Geläufigkeit allerdings erhalten.

Kurspflege

(auch engl.: Window Dressing) Von Fondsgesellschaften kurz vor Ablauf des Fonds-Bewertungszeitraums vollzogene Kaufaufträge, um den Kurs der im Fondsdepot befindlichen Wertpapiere zu erhöhen, damit Anlegern eine bessere Performance aufgezeigt werden kann.

Kurssicherung

Absicherung (engl.: Hedging) eines erreichten Kursniveaus durch entsprechende Transaktionen am Options- oder Terminmarkt. Beispielsweise lässt sich ein Fonds durch Devisenkurssicherungsgeschäfte vor Währungsverlusten schützen. Die Kosten für diese Geschäfte werden dem Fondsvermögen entnommen und belasten damit den möglichen Wertzuwachs.

Kurstaxe

Der vom Makler geschätzte (taxierte) Kurs eines Wertpapiers, da mangels Aufträgen kein neuer Kurs bestimmt werden konnte.

Kurswert

Wert eines Wertpapiers aufgrund des Börsenkurses. Ist zu unterscheiden vom Nennwert/Nominalwert eines Wertpapiers.

Kurzläufer Fonds

Kurzläufer bezeichnet (Renten-)Fondsanteile mit einer kurzen Restlaufzeit.

KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis)

Quotient aus dem aktuellen Umsatz eines Unternehmens mit dem aktuellen Kurs der Aktie an der Wertpapierbörse. Er ist Kennziffer für das Preisniveau einer Aktie.

KVG

(=Kapitalverwaltungsgesellschaft) Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, bei ihm eingelegte Gelder im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung gesondert vom eigenen Vermögen anzulegen. Die KVG muss über die sich hieraus ergebenden Rechte der Anleger (Anteilinhaber) Urkunden (Anteilscheine) ausstellen. Die Anlage der Gelder kann nach dem KAGG in Form von Wertpapier-, Beteiligungs- oder Grundstücksvermögen erfolgen. Eine KVG darf in Deutschland nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrieben werden. Deutsche KVG's unterliegen dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) und gleichzeitig als Spezialkreditinstitute dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG).