20.04.2014 | 18:24 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

IFA (Independent Financial Advisor)

Bankunabhängige Finanzberater, deren Dienstleistung es ist, unter einer breiten Palette von Fondsprodukten, das Passende für den Kunden zu finden. Bislang gibt es keine verbindlichen Regelungen, welche Vorkenntnisse oder Ausbildungen zur Ausübung dieses Berufs erforderlich sind. Bankunabhängige Finanzberater finanzieren sich über einen Teil des Ausgabeaufschlags, den die Kapitalanlagegesellschaft beim Kauf von Fondsanteilen erhebt. Diese Aufschläge und damit die Verdienstmöglichkeiten der Berater sind von Fonds zu Fonds verschieden.

Im Geld

Hat ein Optionsschein/die Option einen inneren Wert, sagt man auch: er ist im Geld oder in the money. Das ist dann der Fall, wenn beim Call der Kurs des Basiswertes über dem des Basispreises liegt. Ein Put ist im Geld, wenn der Basiswert unter dem Basispreis notiert. (auch: am Geld und aus dem Geld).

Immediate or Cancel

Immediate or Cancel (IOC) ist eine limitierte Auftragsart in elektronischen Handelssystemen. Hierbei wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag unmittelbar nach der Eingabe (immediate) so vollständig wie möglich ausgeführt. Nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamtauftrages werden gelöscht (cancel).
  • Kauf- oder Verkaufsorder wird nur unmittelbar (immediate) ausgeführt
  • Ist dies nicht möglich, wir die Order sofort gelöscht (cancel).
  • Teilausführungen sind möglich und nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamtauftrages werden ohne Eintrag in das Orderbuch gelöscht.

Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren ihr Anlagevermögen in Immobilien, Grundstücken oder Beteiligungen an Immobiliengesellschaften.

Implizite Volatilität

Maß für die erwartete Kursschwankungsbreite eines Basiswertes, das aufgrund der aktuellen Marktpreise und nicht aufgrund historischer Daten des Basiswertes berechnet wird.

In the money

Hat der Optionsschein/die Option einen inneren Wert, sagt man auch: Er ist im Geld oder in the money. Das ist dann der Fall, wenn beim Call der Kurs des Basiswertes über dem Basispreis liegt. Ein Put ist im Geld, wenn der Basiswert unter dem Basispreis notiert. (Auch: am Geld und aus dem Geld).

Index

Kennziffer zur Darstellung von Veränderungen bestimmter Größen zwischen verschiedenen Zeitpunkten. Börsenindizes geben die Veränderung der Entwicklung einer bestimmten Zahl ausgewählter Aktien über einen bestimmten Zeitraum an. Aktien- und Rentenindizes werden eingesetzt, um einen Indikator für die Entwicklung eines Gesamt- oder Teilmarktes, einer Branche oder einer Region zu schaffen. Neben bekannten und repräsentativen Aktienindizes wie dem Deutschen Aktienindex (DAX), dem amerikanische Dow Jones-Index, dem Nikkei-225-Index für japanische Titel oder dem Morgan Stanley Capital International (MSCI), gibt es auch weniger bekannte Indizes wie den amerikanischen Russell 2000, der 2000 amerikanische Nebenwerte umfasst. Hinzu kommen Rentenindizes wie der deutsche REX oder der Salomon Brothers (SALB).

Index Fonds

Indexfonds sollen einen bestimmten, repräsentativen Index nachbilden. Sie setzen auf Werte, die im wesentlichen die Entwicklung des Index widerspiegeln. Ihr Ziel ist es, besser als der jeweilige Index zu sein.

Index-Aktien

Anzahl aller in einem Index (z.B.: DAX) gelisteten Aktien.

Index-Zertifikat

Ein Index-Zertifikat ist ein Wertpapier, das einen gesamten Index 1:1 widerspiegelt. Der Anleger setzt damit auf das Steigen oder Fallen eines bestimmten Index, beispielsweise des Dax-, Neuen Markt- oder Smax-Index. Index-Zertifikate haben oft eine festgesetzte Laufzeit, es gibt sie aber auch mit unbegrenzter Laufzeit.

Indexorientierte Fonds

Die exakte Nachbildung eines Index ist schon aus technischen Gründen nicht möglich. Außerdem stehen auch die Anlagegrenzen des KAGG einer exakten Index-Nachbildung entgegen. Indexfonds sind daher eigentlich in der Regel indexorientierte Fonds.

Indikator

Kennzahlen (wie z.B. die Dividendenrendite u.a.), die nach der Fundamentalanalyse Anzeichen für künftige Kursentwicklungen eines Wertpapiers geben sollen. Siehe auch: Chartanalyse.

Inhaberaktie

Eine Aktie, die auf keinen bestimmten Namen lautet. Der Wechsel von einem Eigentümer zum nächsten erfolgt durch einfache Übergabe. Gegensatz dazu ist die Namensaktie.

Innerer Wert

Der innere Wert ist der eigentliche Wert einer Option bzw. eines Optionsscheins. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen Basispreis und Kurs des Basiswertes unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses. Befindet sich der innere Wert nicht im positiven Bereich, dann ist der innere Wert Null. Ein Call besitzt einen inneren Wert, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Basispreis liegt. Bei einem Put ist es genau entgegengesetzt: Er hat dann einen inneren Wert, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis liegt.

Innerer Wert einer Aktie

Der innere Wert einer Aktie ergibt sich aus Fundamentaldaten eines Unternehmens (Anlage- & Umlaufvermögen, Marktanteile u.a.). Im Rahmen der Fundamentalanalyse gelten Aktien als unterbewertet, deren innerer Wert unter dem des Aktienkurses liegt.

Insidergeschäfte \(-trades\)

Insider-Trades sind Wertpapiertransaktionen von Personen, die über ein Unternehmen Informationen haben, die noch nicht veröffentlicht sind. Zu dieses Personen gehören insbesondere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Insolvenz

Wird auch Bankrott genannt. Die Insolvenz bezeichnet eine andauernde Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens.

Institutionelle Anleger

Institutionelle Anleger können Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds, Kapitalanlagegesellschaften oder auch Banken sein, die regelmäßig großen Anlagebedarf haben. Weitere Anlegergruppen sind der Berufshandel und Privatanleger.

Interbankenhandel

Der Interbankenhandel ist ein weltweiter Handel der einzelnen Banken untereinander. Gehandelt werden vor allem Geld, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Devisen. Die Banken wollen vorrangig mit Hilfe von nicht benötigten liquiden Mitteln an den Zinsen partizipieren. Im Bereich der Devisen werden geringe Kursunterschiede zwischen verschiedenen Währungen genutzt. Bspw. werden US-Dollar gegen Euro gekauft und am gleichen Tag werden die US-Dollar gegen britische Pfund und danach die britischen Pfund gegen Euro verkauft.

Internationale Fonds

Das sind Fonds, die weltweit an den Kapitalmärkten anlegen.

Intraday-Handel

Beim Intraday-Handel versuchen Anleger, die Tagesschwankungen von Kursen auszunutzen. Die Wertpapiere werden innerhalb eines Tages gekauft und wieder verkauft. Diese kurzfristige Spekulation kann sehr spannend sein, ist aber vom steuerlichen Gesichtspunkt her eher nachteilig. Denn wer innerhalb eines Jahres kauft und verkauft, muss den erzielten Gewinn versteuern.

Inventarwert

auch: Nettoinventarwert (engl: Net Asset Value). Gesamtwert des Fondsvermögens eines Investmentfonds. Der Inventarwert dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile ergibt den Inventarwert pro Anteil; bei offenen Fonds spricht man dann vom Anteilswert bzw. Rücknahmepreis.

Investitionsgrad

Fondsvermögen abzüglich Barreserve; das heißt, der prozentuale Anteil eines Fondsvermögens, der in Wertpapieren, Finanzinstrumenten und/oder Immobilien investiert ist. Vom Gesetz her muss ein Fonds mindestens 51 Prozent seines Vermögens in Anlagen investiert sein, die der Verkaufsprospekt als Schwerpunkte angibt.

Investment Gesellschaften

Kapitalverwaltungsgesellschaften dürfen in Deutschland nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder GmbH betrieben werden.

Investmentanteil

siehe: Anteilschein

Investmentfonds

Investmentfonds sind das Sondervermögen einer Investmentgesellschaft/Kapitalverwaltungsgesellschaft. Die Anleger dieser Fonds bekommen Anteilscheine am Sondervermögen. Wenn Fondsmanager Erträge aus Kursgewinnen, Dividenden oder Zinsen erwirtschaften, so werden diese normalerweise an die Anteilseigner ausgeschüttet. Bei bestimmten Fonds, den sogenannten thesaurierenden Fonds, werden diese Erträge weiter investiert, was sich im Wertanstieg des Fondsanteils niederschlägt. Die einzelnen Fonds sind häufig auf bestimmte Märkte spezialisiert.

IOC

IOC ist das Orderkürzel für Immediate or Cancel und ist eine limitierte Auftragsart in elektronischen Handelssystemen. Hierbei wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag unmittelbar nach der Eingabe (immediate) so vollständig wie möglich ausgeführt. Nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamtauftrages werden gelöscht (cancel).

IPO

Abkürzung für engl.: initial public offering. Erstes öffentliches Angebot, sich an der neu gegründeten Aktiengesellschaft zu beteiligen.

ISIN

Abkürzung für International Securities Identification Number. Sie dient der eindeutigen internationalen Identifikation von Wertpapieren. Die ISIN setzt sich zusammen aus einem zweistelligen Ländercode (z.B. DE für Deutschland) und einer zehnstelligen alpanumerischen Kennung.