25.04.2014 | 07:27 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

Hamster-Optionsschein

Gehört zu den exotischen Optionsscheinen. Hier wird eine feste Spanne vorgegeben, in der sich der Basiswert bewegen sollte. An den Tagen, an denen dies der Fall ist, wird dem Inhaber ein fester Betrag gutgeschrieben. Diese sind dem Inhaber sicher, anders als bei den E.A.R.N.-Optionsscheinen. Daher sind die Hamster-Scheine auch teurer als die E.A.R.N-Scheine. Die Hamster-Optionsscheine werden auch Corridor-Optionsscheine genannt.

Hang-Seng

Wichtigster Aktienindex der Börse Hong-Kong.

Harte Währung

Währung mit relativ unanfälligem Außenwert (Wechselkurs). Gegenteil: weiche Währung.

Hauptversammlung (HV)

Jährlich von einer Aktiengesellschaft anberaumter Termin für aller Teilhaber (Aktionäre) um die Jahresbilanz vorzustellen und einen Ausblick auf die nähere Zukunft zu geben. Auf der Hauptversammlung werden Vorstand und Aufsichtsrat von der Mehrheit der (vertretenen) Stimmen entlastet, und (eventuell) eine Dividende beschlossen.

Hausse

Längere Zeit anhaltende starke Kurssteigerungen an der Börse. (Auch engl.: Bull-Market genannt). Gegenteil: Baisse

Haussier

Haussiers sind Anleger, die eine optimistische Einstellung gegenüber der zukünftigen Kursentwicklung der Börse haben. Das Gegenteil der Haussiers bilden die Baissiers.

Hebel

(auch: Gearing, Leverage-Factor, Leverage Indicator). Der Hebel wird zur Bewertung von Optionen und Optionsscheinen herangezogen. Er zeigt an, das Wie vielfache der Anleger mit einem Optionsschein/einer Option verdienen kann verglichen mit der Anlage in dem jeweiligen Basisinstrument. So besagt ein Hebel von zwei, dass der Anleger mit dem Optionsschein doppelt so viel verdienen kann wie mit der zugrunde liegenden Aktie. Je größer der Hebel, desto größer ist auch der damit verbundene Effekt und damit auch das Risiko: desto gewagter ist also dann in der Regel die Spekulation.

Hebeleffekt

Vor allem im Zusammenhang mit der Bewertung von Optionsscheinen und Knock-Outs gebräuchliche Kenngröße zur Ermittlung des Kursverhältnisses Option/Basiswert. Ein Hebel von 2 besagt, dass die Option doppelt so stark wie ihr Basiswert auf Kursschwankungen des Basiswerts reagiert. Der Hebel wirkt in beide Richtungen, also sowohl auf Kurssteigerungen als auch auf Kursverluste des Basiswerts. Einige Emittenten bieten Produkte mit konstanten Hebeln an (sog. Rolling-Produkte), bei denen eine regelmäßige Anpassung erfolgt.

Hedge-Fonds

Die Grundidee beim Einsatz von Hedge Fonds besteht darin bei möglichst geringem Risiko eine aktienähnliche Rendite zu erreichen und auch in widrigen Börsenphasen positive Erträge zu erwirtschaften. Um diesen Zielen nahe zu kommen sind dem Fondsmanager alle Mittel erlaubt. Seit dem 1. Januar 2004 können Privatanleger in originäre Hedgefonds nach deutschem Recht investieren. Darüber hinaus sind aber auch weiterhin andere bereits länger erhältliche Hedge-Fonds-Produkte für private Investoren zugänglich, die zumeist in Form von Zertifikaten, Genussscheinen oder KG-Beteiligungen angeboten werden. Aufgrund der mitunter großen Hebelwirkung eingegangener Positionen können Hedge-Fonds im Vergleich zu anderen Wertpapierfonds ein erheblich größeres Risiko bergen. Es gibt einige weltweit beachteten Barometer in der Hedge-Fonds-Branche. Einer davon ist der CSFB/Tremont Hedge Fund Index.

Hedging

(auch: Kurssicherung). Absicherung eines erreichten Kursniveaus durch entsprechende Transaktionen am Options- oder Terminmarkt. Beispielsweise lässt sich ein Fonds durch Devisenkurssicherungsgeschäfte vor Währungsverlusten schützen. Die Kosten für diese Geschäfte werden dem Fondsvermögen entnommen und belasten damit den möglichen Wertzuwachs.

Hemisphären Fonds

Werden auch als Regionenfonds bezeichnet. Sie legen nur in bestimmte Regionen an, wie zum Beispiel Nordamerika, Europa, Pazifikraum.

Hexensabbat

Viermal im Jahr -jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember- gibt es an der Börse einen großen Verfallstag, an dem neben den Optionen auf einzelne Aktien und Indizes gleichzeitig auch Termingeschäfte auf Zinsen und Devisen auslaufen. Aufgrund der enormen Umsätze und großen Kursbewegungen nennen Börsianer diesen Tag auch dreifachen Hexensabbat.

HGB

Abkürzung für HandelsGesetzBuch. Bilanzierungsgrundlage für zahlreiche Unternehmen sind die Bestimmungen des HGB. Siehe auch US-GAAP.

High Yield Fonds

Es handelt sich hierbei um Fonds, die den Großteil ihres Vermögens in hoch spekulative Finanzinstrumente investieren.

High-Risk-Fonds

Spezielle Rentenfonds, der sich auf hochverzinsliche Anleihen unterschiedlicher Bonität konzentriert. Investiert wird zum Beispiel in Unternehmensanleihen oder Anleihen aus Emerging Markets. Oft besteht neben dem Bonitätsrisiko auch ein erhebliches Währungsrisiko.

Historische Volatilität

Die auf Grundlage der vorangegangenen Preisentwicklung eines Basiswertes (Underlyings) für einen bestimmten Zeitraum errechnete Standardabweichung ( =durchschnittliche Abweichung vom Mittelwert) der Börsekurse.

Historisches Hoch

Der höchste, jemals erreichte Kurs eines Wertpapiers (auch engl.: All-Time-High).

Hit-Digital-Scheine

Der Hit-Optionsschein oder amerikanische Digital-Optionsschein gehört zu den Digital Optionsscheinen. Hier wird ein festgelegter Betrag an den Inhaber ausgezahlt, wenn der Basiswert innerhalb der Laufzeit eine bestimmte Barriere erreicht (siehe im Gegensatz dazu: europäischer Digital-Optionsschein). Die Auszahlung kann entweder am Tag des Erreichens der Schwelle oder am Ende der Optionsscheinlaufzeit sein. Wird diese Barriere innerhalb der Laufzeit kein einziges Mal erreicht, wird nichts ausgezahlt. Der Optionsschein verfällt also wertlos.

Hit-Optionsschein

Der Hit-Optionsschein (oder: amerikanischer Digital-Optionsschein) gehört zu den Digital Optionsscheinen. Hier wird ein festgelegter Betrag an den Inhaber ausgezahlt, wenn der Basiswert innerhalb der Laufzeit eine bestimmte Barriere erreicht (siehe im Gegensatz dazu: europäischer Digital-Optionsschein). Die Auszahlung kann entweder am Tag des Erreichens der Schwelle oder am Ende der Optionsscheinlaufzeit sein. Wird diese Barriere innerhalb der Laufzeit kein einziges Mal erreicht, wird nichts ausgezahlt. Der Optionsschein verfällt also wertlos.

Höchstbetrag

Festgelegter maximaler Auszahlungsbetrag, den der Anleger bei Fälligkeit erhalten kann.

Höchstbetrag - Discount Zertifikate

Der maximale Betrag, der bei Fälligkeit gezahlt wird.

Hochzinsanleihen

Schuldverschreibungen mit einem hohen Nennbetrag werden Hochzinsanleihen genannt. Grund für den hohen Zinssatz ist meist ein schlechtes Rating/Bonität.

Hochzinspolitik

Allgemeiner Ausdruck für das Bestreben der Zentralbank, mit hohen Leitzinsen (siehe auch: Diskontsatz, Lombardsatz) das Geldumlaufvermögen (M3) zu verknappen.

Horizontaler Spread

Der horizontale Spread betrachtet Optionen mit dem selben Ausübungspreis. Die Option mit näherem Verfall wird verkauft und eine mit späterem Verfall gekauft.