18.04.2014 | 22:43 UHR

BÖRSENLEXIKON

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Unser Börsenlexikon erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Derivate, Aktien , Fonds, Anleihen, Devisen.

SELEKTION

E.A.R.N. Dual Range Optionsscheine

Gehört zu den exotischen Optionsscheinen. Hier ist eine feste Spanne definiert, in der sich der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit befinden sollte. An den Tagen, an denen dieses der Fall ist, wird dem Inhaber ein fester Betrag gutgeschrieben. Notiert der Kurs auf oder außerhalb der Spanne, dann wird für diesen Tag der Betrag abgezogen. Am Ende entsteht ein akkumulierter Betrag. Außerdem wird die Anzahl der negativen Tage von der Zahl der positiven Tagen abgezogen. Diese Differenz wird mit dem vorher akkumulierten Betrag multipliziert. Die errechnete Summe wird ausbezahlt. (Siehe auch: Hamster-Scheine).

EBIT

(engl.: Earnings before Interest and Taxes). Einkünfte vor Zinsaufwendungen und Steuern.

EBITA

Die Abkürzung EBITA steht für "Earnings before Interest, Taxes and Amortization". Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Geschäftswert.

ECU

(Engl.: European Currency Unit; frz. für Taler). Vorgängerwährung zum Euro. Wie der Euro war auch der ECU eine, auf einen Währungskorb aller Teilnehmerstaaten begründete Gemeinschaftswährung. Die jeweiligen Währungen haben eine festgelegte Gewichtung. Mit der Einführung des EURO am 01.Januar 1999 abgeschafft.

Einheitskurs

Der Einheitskurs, oder auch Kassakurs, bezeichnet einen Kurs, der nur einmal börsentäglich für Wertpapiere festgesetzt wird. Es handelt sich um Wertpapiere, die aufgrund ihres geringen Handelsvolumens nicht zum variablen Handel zugelassen sind. Aber auch, wenn vorliegende Orders keinen geeigneten Geschäftspartner finden, wird ein Einheitskurs festgesetzt. An der Präsenzbörse Frankfurt erfolgt die Kursfeststellung etwa zur Mitte der Börsensitzung.

Elastizitäten

Kennzeichnen das Verhalten des Fonds in verschiedenen Marktphasen, wobei zwischen positiver und negativer Elastizität unterschieden wird. Die positive Elastizität misst das Verhalten in Aufschwungphasen. Ein Wert größer 1 steht dafür, dass der Fonds in solchen Situationen stärker als der Markt zulegt. Ist die negative Elastizität ebenfalls größer 1, dann verliert der Fonds in Abschwungphasen mehr als der Markt. Umgekehrt deuten eine hohe positive und hohe negative Elastizität auf aggressiv investierende Fonds hin. Bei einem Elastizitätswert von 1 bewegt sich der Fonds weitgehend parallel zu seinem Referenzindex.

Emerging Markets

(= Schwellenländer) Die jungen Börsen der Entwicklungs- und Schwellenländer und der ehemaligen Ostblockstaaten werden heute meist als 'emerging markets' oder 'aufstrebende Länder' bezeichnet. Sie haben meist höhere Wachstumsraten als die Kapitalmärkte der Industrieländer, sind aber auch häufig weniger liquide, d.h. größere Wertpapierkäufe oder -verkäufe können einen stärkeren Einfluss auf die Kursentwicklung haben.

Emerging Markets Fonds

(auch: Schwellenländerfonds). Diese Fonds investieren in Aktien oder Anleihen aus Schwellenländern. Schwellenländer sind Länder, die sich von einem Dritte-Welt-Land zu einem Industrieland entwickeln. Sie weisen hohe Wachstumsraten und hohe Chancen an den Börsen auf, bergen aber auch hohe wirtschaftliche und politische Risiken.

Emission

Als Emission bezeichnet man die Ausgabe von Wertpapieren auf den Markt (also von Aktien bei einer AG). In der Regel wird die Durchführung einer Emission von einem Kreditinstitut durchgeführt (platziert), oder auch von mehreren Kreditinstituten im Verbund (Konsortium). Die erzielten Erlöse aus der Emission fließen (nach Abzug der Emissionskosten) der Gesellschaft zu.

Emissionspreis

Der Emissionspreis bezeichnet den Preis, welche die Anleger beim Ersterwerb von Wertpapieren zahlen müssen.

Emittent

Institut, welches das Finanzinstrument ausgibt.

Entnahmeplan

(= Auszahlplan) Der Auszahlplan ist eine zwischen dem Anleger und der Kapital-Anlagegesellschaft getroffene Vereinbarung über Höhe und Zeitabstand regelmäßiger Auszahlungen aus einem Investmentguthaben. Der Anleger kann sich entweder nur die regelmäßig erwirtschafteten Erträge auszahlen lassen (= Auszahlung ohne Kapitalverzehr) oder das Investmentvermögen allmählich aufbrauchen (= Auszahlung mit Kapitalverzehr).

EOE

Die European Option Exchange (EOE) wurde 1978 mit Sitz in Amsterdam/Niederlande gegründet. Die Terminbörse ist der "Pionier" unter den europäischen Terminbörsen. An der EOE können folgende Kontrakte gehandelt werden: Aktienoptionen, Optionen auf Aktienindizes, Anleiheoptionen, Optionen auf Zinsterminkontrakte, Währungsoptionen und Goldoptionen.

Epsilon

Epsilon (auch: Rho genannt) ist eine dynamische Kennzahl (Griechen), die anzeigt, um wie viel sich der Kurs des Optionsscheins ändert, wenn sich die Zinssätze am Markt ändern. Oder genauer: Wie stark steigt der OS-Kurs, wenn der risikolose Zinssatz um 100 Basispunkte steigt? Grundsätzlich kann man sagen, dass höhere Zinsen einen Call teurer machen, wogegen niedrige ihn verbilligen. Beim Put ist es genau umgekehrt: Höhere Zinsen drücken auf den Kurs des Puts, niedrige geben ihm Auftrieb.

Erfüllungsgarantie

Von der so genannten Clearing Stelle (Dienstleister der Wertpapierbörse) ausgesprochene Garantie die Handelbarkeit von Terminkontrakten sicher zu stellen.

Erneuerungsschein

Der Erneuerungsschein (auch: Talon), ist der letzte Abschnitt des sogenannten Bogens, der zu einer physischen Aktie gehört. Der Bogen besteht aus einzelnen Dividendenscheinen. Wenn alle Dividendenscheine einer Aktie aufgebraucht sind, kann der Inhaber eines Wertpapiers mit Hilfe des Talons einen neuen Bogen anfordern, um weiterhin Dividenden zu bekommen.

Eröffnungskurs

Der Anfangs- oder Eröffnungskurs ist der Kurs, der zu Beginn eines jeden Börsentages bei fortlaufend gehandelten Papieren festgestellt wird. Dieser orientiert sich meist am letzten Kurs des vorangegangenen Börsentages - dem sogenannten Schlusskurs. Da es aber kursbewegende Meldungen auch über Nacht oder an Wochenenden geben kann, kann es am nächsten Handelstag mitunter zu bösen Überraschungen kommen.

ETF

Exchange Traded Funds (ETF) sind Fonds, die an der Börse wie Aktien gehandelt werden können. Die Idee des ETF entstand in Amerika. Dort wurden Anfang der 90er Jahre erstmals ETFs aufgelegt, deren Portfolios sich an Indizes wie dem S&P 500 oder der Nasdaq orientierten. In Amerika sind ETFs bis heute immer Indexfonds geblieben. In Deutschland wurden demgegenüber 2001 erstmals auch aktiv gemanagte Fonds an die Börse gebracht. Der Handel mit ETF wird über die Handelsplattform XTF abgewickelt.

Ethik Fonds

Fonds deren Anlagegrundsätze auf Unternehmen mit (geprüfter) besonderer sozialer und/oder ethischer Verantwortung begrenzt ist.

EUREX

Abkürzung für European Exchange. Nachfolger der Deutschen Teminbörse (seit 1998). Handelsplattform für Termingeschäfte.

Euribor

Nachfolger des bis 1998 für Deutschland gültigen FIBOR. Euribor (European Interbank Offered Rate) ist die Abkürzung für den wichtigsten Referenzzinssatz für kurzfristige Geldanlagen unter Geschäftsbanken. Der Euribor löste die bis zur Umsetzung der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion verwendeten Referenzzinssätze für Geldanlagen in den jeweiligen nationalen Währungen ab. Der Euribor wird seit dem 1. Januar 1999 berechnet.

Euro

Gemeinschaftswährung von fünfzehn europäischen Staaten. Als allgemein gültiges Zahlungsmittel zum 01.Januar 1999 eingeführt.

Euro Bonds

Schuldverschreibungen (Anleihen), deren Nennbetrag auf Euro lautet, unabhängig vom Ursprungsland des Emittenten.

Euro STOXX 50

Aktienindex der 50 größten Euro-Zonen Unternehmen.

Europäische Digital-Optionsscheine

Der europäische Digital-Optionsschein oder Binär-/Simplex-Optionsschein gehört zu den Digital Optionsscheinen. Hier wird der Kurs des Basiswertes nur zum Verfallzeitpunkt betrachtet (also nicht wie bei dem amerikanischen Digital-Optionsschein während der gesamten Laufzeit): Der Inhaber bekommt einen festgelegten Betrag ausgezahlt, wenn der Basiswert zum Verfallzeitpunkt eine bestimmte Barriere erreicht. Ist dies nicht der Fall, wird nichts ausgezahlt und der Optionsschein verfällt wertlos.

Europäische Option

Kauf- oder Verkaufsoption, die nur zum Ende der Laufzeit ausgeübt werden kann. Gegensatz: Amerikanische Option

European Style

Kauf- oder Verkaufsoption, die nur zum Ende der Laufzeit ausgeübt werden kann. Gegensatz: amerikanische Option, american style.

EUWAX

Börsenplatz für Derivate der Börse Stuttgart AG in Stuttgart.

Exchange Traded Funds

Exchange Traded Funds (ETF) sind Fonds, die an der Börse wie Aktien gehandelt werden können. Die Idee des ETF entstand in Amerika. Dort wurden Anfang der 90er Jahre erstmals ETFs aufgelegt, deren Portfolios sich an Indizes wie dem S&P 500 oder der Nasdaq orientierten. In Amerika sind ETFs bis heute immer Indexfonds geblieben. In Deutschland wurden demgegenüber 2001 erstmals auch aktiv gemanagte Fonds an die Börse gebracht. Der Handel mit ETF wird über die Handelsplattform XTF abgewickelt.

Exercise price

Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option/des Optionsscheins gekauft bzw. verkauft werden kann. Andere Bezeichnungen: Ausübungspreis, Strike price, Bezugspreis.

Exotische Optionsscheine

Dies ist ein Sammelbegriff für Optionsscheine mit besonderen Konstruktionsprinzipien. Sie gehen auf bestimmte Marktgegebenheiten oder Investorenwünsche ein. Sie müssen nicht unbedingt komplizierter aufgebaut sein als klassische Optionsscheine. Da der Optionsscheinmarkt unter Emittenten als attraktives Betätigungsfeld gilt, werden im Kampf um Marktanteile viele Spezialkonstruktionen aufgelegt. Zu den exotischen Optionsscheinen zählen: Knock-In/Knock-Out-Optionen, Power-Warrants, Average-Rate-Warrants, Average-Strike-Warrants, Bermuda-Optionsscheine, Best-Of-Warrants, Bottom-Up-Optionsscheine, Capped Warrants, Chooser-Optionsscheine, Cliquet-Optionsscheine, Pay-Later-Optionsscheine, Hamster-Optionsscheine, Digital Warrants, Double-Lock-Out Warrants, E.A.R.N. Dual Range Optionsscheine, Hit-Optionsscheine, Ladder-Optionsscheine, Lookback-Optionsscheine, Mini Premium Optionsscheine, Onion-Warrants, Quanto-Optionsscheine, Quattro-Optionsscheine, Trinity-Double-Lock-Out Warrants, Turbo-Optionsscheine, Turbo-Katapult-Optionsscheine, Worst-Of-Warrants, Range Warrants.

Expiration date

(auch: Verfallstag). Jede Option bzw. jeder Optionsschein hat eine begrenzte Lebensdauer. Der Verfalltag markiert das Ende der Laufzeit.