04.02.2012 | 08:43 UHR

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Häufig gestellte Fragen

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Unsere FAQ rund um das Thema Derivate halten alle wichtigen Informationen für Sie bereit.

SELEKTION

 

Was sind Zertifikate?

Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen. Als Anleger "leihen" Sie Ihr Geld dem herausgebenden (emittierenden) Kreditinstitut. Hierfür erhalten Sie eine Ertragschance, die von der Entwicklung eines vorher festgelegten Basiswerts abhängig ist. Dieser kann zum Beispiel eine einzelne Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder aber ein Korb, also eine Auswahl von Aktien, Indizes oder Rohstoffen sein. Bei kapitalgarantierten Produkten erhalten Sie im Regelfall eine Mindestverzinsung.

Warum sind Zertifikate eine attraktive Geldanlage?

Über ein einziges Wertpapier können Sie in ganze Märkte, zum Beispiel in Europa, oder in eine komplexe Profi-Strategie, zum Beispiel in eine Momentum- oder Value-Strategie, investieren. Mit Zertifikaten lassen sich nicht nur bei steigenden Kursen Gewinne erzielen, sondern mit den jeweils richtigen Papieren auch bei stagnierenden Märkten oder in fallenden Marktphasen. Der Wert eines Zertifikats ergibt sich nach klar definierten Regeln, zum Beispiel aus dem Wert eines Indices wie dem DAX oder aus einem Aktienkurs. Durch börsentägliche Handelbarkeit und die aktive Marktbetreuung durch den Herausgeber (Emittenten) können alle Zertifikate in der Regel zum Tageskurs verkauft werden. Zertifikate sind eine transparente Anlageform und ermöglichen so von Anfang an eine klare Risikoeinschätzung.

Was sind Zertifikate mit Kapitalgarantie?

Die sicherlich konservativste Variante von Zertifikaten sind Zertifikate mit Kapitalgarantie. Sie bieten zum Ende der Laufzeit beziehungsweise bei Fälligkeit eine hundertprozentige Rückzahlung des Basisbetrages/Nennbetrages, unabhängig davon, wie sich der Kurs des Basiswertes bis dahin entwickelt hat. Oftmals sind diese Zertifikate zusätzlich mit einer Mindestverzinsung ausgestattet. Darüber hinaus besteht die Chance, an steigenden oder - je nach spezifischer Ausgestaltung der einzelnen Zertifikate - auch an seitwärts verlaufenden und fallenden Märkten theoretisch unbegrenzt partizipieren zu können. In vielen Fällen wird aber zur Finanzierung der Vollkasko-Versicherung für Ihr Kapital die mögliche Rendite nach oben hin begrenzt. So ausgestattet stellen Zertifikate mit Kapitalgarantie eine attraktive Alternative zu festverzinslichen Anlagen wie Sparbüchern oder Anleihen dar. Ihr Geld ist sicher angelegt und Sie haben die Chance auf eine attraktive Verzinsung.

Kann ich Zertifikate mit Kapitalgarantie miteinander vergleichen?

Sie sollten wissen, dass Zertifikate mit Kapitalgarantie nicht standardisiert sind. Damit ist ein Vergleich verschiedener Zertifikate mit Kapitalgarantie nicht ohne weiteres möglich. Deswegen sollten Sie sich unbedingt anhand des Basisprospekts bzw. der Endgültigen Bedingungen über die genaue Ausstattung des jeweiligen Zertifikats informieren. Einige Zertifikate basieren auf unvollständigen Verkaufsprospekten oder wurden privat platziert. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die Emittentin.

Was sind Zertifikate mit Teilabsicherung?

Teilabsicherungszertifikate stellen eine sinnvolle Alternative zu Zertifikaten mit Kapitalschutz dar, wenn Ihnen vor dem Hintergrund einer höheren Renditechance eine Teilabsicherung Ihres Kapitals ausreicht. Sie eignen sich besonders bei leicht fallenden, seitwärts tendierenden oder moderat steigenden Aktienkursen. Zu den Teilabsicherungszertifikaten zählen Discount-, Bonus- und Expresszertifikate. Diese Zertifikate nehmen zum Beispiel an der Wertentwicklung einer Einzelaktie, eines Aktienkorbes oder eines Index teil. Sie haben zugleich einen Sicherheitspuffer, der dafür sorgt, dass Sie noch Gewinne erzielen können, wenn Anleger, die direkt in eine Einzelaktie, einen Aktienkorb oder Index investieren, bereits Kursverluste erleiden. Wird der Sicherheitspuffer unterschritten, sind auch Kursverluste bis hin zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

Was sind Zertifikate zur Renditeoptimierung?

Zertifikate zur Renditeoptimierung erlauben es, in steigenden Märkten den vollen Gewinn eines Basiswertes zu realisieren oder aber innerhalb einer festgesetzten Kursspanne sogar überproportionale Gewinne zu erzielen. Fällt der Kurs des Basiswertes unter den Startkurs, gehen diese Verluste allerdings unmittelbar in den Kurs des Zertifikats ein. Ein Totalverlust des Kapitals ist möglich.

Welche Rolle spielt der Emittent?

Der Emittent ist rechtlich gesehen der Schuldner aus dem Wertpapier: Er erhält den Erlös aus dem Verkauf eines Zertifikats und verpflichtet sich im Gegenzug zur Erfüllung der in den Zertifikatsbedingungen festgelegten Leistung. Sie als Anleger können nur gegenüber dem Emittenten Ihren Anspruch auf die Erbringung dieser Leistung geltend machen. Deswegen sollten Sie bei einer Anlageentscheidung auch auf die Bonität bzw. die Ratings eines Emittenten achten.

Das Rating der DZ BANK finden Sie ganz einfach mit dem folgenden Link:

DZ BANK Rating

Was ist unter Emittenten-Risiko zu verstehen?

Da es sich bei Zertifikaten rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, sollten Sie auf die Bonität des Emittenten achten. Als Käufer eines Zertifikats übernehmen Sie das so genannte Emittentenrisiko, also das Risiko, dass der Emittent gegebenenfalls seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat nicht erfüllen kann. Die DZ BANK gehört der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) an. Die Beurteilung der DZ BANK durch unabhängige Rating-Agenturen wie Moodys und Standard & Poors, die die Kreditwürdigkeit der Banken regelmäßig überprüfen, kann unter folgendem Link gefunden werden:

DZ BANK Rating

Was ist der Basiswert eines Zertifikats?

Als Basiswert oder Underlying bezeichnet man eine Aktie, einen Index, einen Rohstoff oder eine Währung, die dem Zertifikat zugrunde liegen. Am Ende der Laufzeit kann die Bank bei vielen Produkten den Gegenwert des Zertifikats entweder bar auszahlen oder in Form des Basiswerts das Kundendepot beliefern.

Was versteht man unter Bezugsverhältnis und wozu dient es?

Das Bezugsverhältnis bestimmt die Menge des Basiswertes, also z. B. die Anzahl an Aktien, die einem Zertifikat zugrunde liegen. Das Bezugsverhältnis dient dazu, ein bestimmtes Anlageobjekt auch für kleinere Anlagebeträge zugänglich zu machen. Ist der Basiswert eines Zertifikats eine Aktie, ist das Bezugsverhältnis meist 1:1. Ist der Basiswert ein Index, ist das Bezugsverhältnis ein Bruchteil des Basiswerts. Ein Zertifikat auf den Deutschen Aktien Index (DAX) beispielsweise hat meistens ein Bezugsverhältnis von 1:100. Das heißt, ein solches Zertifikat bezieht sich auf ein Hundertstel des Index.

Was sind die rechtlichen Grundlagen eines Zertifikats?

Die allein maßgeblichen Endgültigen Bedingungen und der Basisprospekt bilden die rechtlichen Grundlagen eines Zertifikats. Sie enthalten verbindlich alle Merkmale des Zertifikats (die so genannte Ausstattung). Beide Unterlagen sind in der Regel im Internet als Download erhältlich und können bei der Emittentin angefordert werden. Einige Zertifikate basieren auf unvollständigen Verkaufsprospekten oder wurden privat platziert. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die Emittentin.

Welche Einflussfaktoren auf den Kurs eines Zertifikats gibt es?

Zertifikate zählen zu den strukturierten Anlageprodukten. Das heißt, sie basieren auf einer Kombination unterschiedlicher Anlageformen, z. B. aus Aktien oder Renten und aus Optionen. Faktoren, welche die Preisbildung der einzelnen Wertpapiere beeinflussen, haben in der Folge auch einen Einfluss auf die Kursentwicklung des entsprechenden Zertifikats. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf die Kursentwicklung eines Zertifikats zählen neben der Entwicklung der Kurse des jeweiligen Basiswertes vor allem die Volatilität, das Marktzinsniveau sowie die Korrelation von Basiswerten, die Dividendenrendite und die (Rest)laufzeit. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Einflussfaktoren, die von Zertifikattyp zu Zertifikattyp variieren können.

Welchen Einfluss hat die Volatilität?

Basiswerte unterliegen kontinuierlichen Schwankungen von unterschiedlicher Intensität. Diese Schwankungen misst man mittels der Volatilität. Je stärker ein Basiswert im Kurs schwankt, desto volatiler ist er. Vielfach werden mit Volatilität auch die Kursschwankungen ganzer Märkte bezeichnet. Diese Schwankungen haben Auswirkungen auf Zertifikate, denn sie sind in der Regel an die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts gekoppelt. Je nach Ausstattung des Zertifikats hat die Volatilität somit positive oder auch negative Auswirkung auf die Höhe des Ertrags.

Welchen Einfluss hat das Marktzinsniveau?

Insbesondere bei Zertifikaten mit Kapitalschutz spielt das allgemeine Zinsniveau als Einflussfaktor eine wichtige Rolle. Die meisten Zertifikate mit Kapitalgarantie bestehen aus einer Anleihe (festverzinsliches Wertpapier, das die Kapitalgarantie und ggf. die Mindestverzinsung sichert) und aus Optionen, welche die zusätzliche Renditechance generieren. Eine Veränderung des Zinsniveaus führt vorübergehend zu Kurssteigerungen oder -verlusten der Anleihe:
Sinken die Marktzinsen, gewinnt die Anleihe an Attraktivität, der Kurs steigt, der Wert des Zertifikats wird positiv beeinflusst.
Steigen die Marktzinsen, verliert die Anleihe an Attraktivität, der Kurs sinkt, der Wert des Zertifikats wird negativ beeinflusst.
Am Ende der Laufzeit erfolgt bei Zertifikaten mit hundertprozentiger Kapitalgarantie in jedem Fall eine Rückzahlung in Höhe des Basisbetrags/Nennbetrages.

Welchen Einfluss hat die Korrelation?

Mit der Korrelation wird der Gleichlauf von Wertpapierkursen gemessen.Bei einer positiven Korrelation zweier Basiswerte werden sich ihre Kurse im Gleichlauf entwickeln. Steigt der Kurs des einen Basiswerts, steigt auch der Kurs des anderen Basiswerts.
Bei einer negativen Korrelation zweier Basiswerte werden sich ihre Kurse gegensätzlich entwickeln. Steigt der Kurs des einen Basiswerts, sinkt der Kurs des anderen Basiswerts.

Wichtig wird dieser Zusammenhang bei der Beurteilung von Zertifikaten, deren Auszahlungsprofil an die Entwicklung von Aktienkörben oder von mehreren Indices geknüpft ist. Ist zum Beispiel die schwächste Aktie im Korb für die Rendite ausschlaggebend, ist eine positive Korrelation tendenziell besser, da weniger Ausreißer zu erwarten sind.

Wo kann ich die Entwicklung meines DZ BANK Zertifikats während der Laufzeit verfolgen?

Die Entwicklung Ihres Zertifikats können Sie auf www.eniteo.de jederzeit verfolgen.

Was ist der Basispreis eines Zertifikats?

Der Basispreis ist die Kursschwelle des Basiswerts, die darüber entscheidet, ob eine zusätzliche Rendite ausgezahlt wird. Somit bestimmt die Kursentwicklung des Basiswertes, welche Rendite Sie mit Ihrem Zertifikat erwirtschaften. Sollte der Basiswert unter dem Basispreis oder bei Reversezertifikaten über dem Basispreis notieren, entfällt die Zahlung der zusätzlichen Rendite, und Sie erhalten den in den Ausstattungsmerkmalen festgelegten garantierten Rückzahlungsbetrag.

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